Wann Sport dick machen kann und wie Sie entspannende Bewegung mühelos zu Ihrem Vorteil nutzen können

Im Breitensport, insbesondere bei Ausdauereinheiten, glauben immer noch viele: je mehr Sport desto besser.

Das Gegenteil ist der Fall! Leistungssport, also körperliche Überanstrengung, ist Stress für den Körper.

  • Das Stresshormon Cortisol baut sich auf statt ab. Je mehrvon dem Stresshormon Cortisol im Blutkreislauf vorhandenist, desto mehr tendiert der Körper dazu seine Fettreservenimmer weiter aufzufüllen. Ein Marathon ist Stress pur undsorgt für einen extrem hohen Cortisolspiegel.
  • Das Immunsystem wird geschwächt. Überanstrengung reduziert die Anzahl der Abwehrzellen.
  • Der Körper reagiert mit Übersäuerung, welche den Stoffwechselblockiert.

Übertriebener Sport macht heißhungrig

Je anstrengender eine Sporteinheit war, desto mehr vermittelt sie das Gefühl richtig viele Kalorien verbrannt zu haben. Was passiert im Körper, wenn man sich, z. B. beim Joggen, völlig verausgabt?

Der Körper verbrennt Zucker, denn der kann am schnellsten in Energie umgewandelt werden.

Bei diesem sinkenden Blutzuckerspiegel müsste sich Heißhunger melden oder? Tut er aber noch nicht. Um das Gefühl von Hunger zu unterdrücken, wird während der Höchstleistung (die in der Steinzeit überlebensnotwendig war) ein körpereigenes Schmerzmittel, das Endorphin ausgeschüttet.

Das macht happy und schaltet den Hunger aus. Doch das währt nicht ewig. Sobald die Endorphine wieder verschwinden, fällt dem Gehirn ein was es hatte: Hunger!

Dieser Hunger auf energiereiche Kost ist dann so immens, dass gnadenlos in den Kohlenhydrattopf gegriffen wird und das bei einem guten Gefühl, war doch so viel Sport im Spiel. Dabei wurden bei dieser Sporteinheit wesentlich weniger Kalorien verbrannt, als danach zugeführt wurden.

Was ist die richtige Dosis?

Wenn zwischen den Säulen Regeneration, Ernährung und Bewegung eine optimale Ausgewogenheit besteht, wird eine einzigartige Wirksamkeit erreicht. Dann reichen ein bis zwei Bewegungseinheiten in 10 Tagen aus, um im Körper erstaunliche Prozesse zu starten.

Wie intensiv sollten diese sein?

Um den Körper dazu zu bringen eine Anpassung vorzunehmen, muss er einen Reiz erhalten, also ein klein wenig in Notstand geraten. Bekommt das Gehirn den Eindruck: „Oh, auf diese Belastung war ich nicht optimal vorbereitet“, wird es die Prozesse im Körper starten, die Muskelfasern und Herz-Kreislaufsystem stärker machen, um für das nächste Mal besser gewappnet zu sein.

Bei einer Ausdauereinheit achten Sie darauf, dass Sie immer noch nebenher sprechen können. 

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Wann war es zu viel?

Sie sind nach dem Sport fix und alle und würden sich am liebsten nach Hause tragen lassen? Dann war es zu viel! Müdigkeit nach dem abendlichen Training ist völlig in Ordnung, schließlich war der Tag lang und aktiv. Sie sollten sich jedoch trotzdem noch wohlfühlen und nicht platt.

Passen Sie Ihr Training Ihrer Tagesform an, um eine Überbelastung zu vermeiden. Durch viele Faktoren, von den Hormonen über Ihren Schlaf bis zu Ihrem Biorhythmus, variiert Ihre Tagesform.

Und nicht vergessen: Entspannung verdient im Trainingsplan einen großen Stellenwert!

Was ist optimal?

Optimal ist ein regelmäßiges und moderates Fitnessprogramm und ausreichend Regenerationszeit zwischen den Einheiten.

Eine Zeitlang ein extremes Training zu absolvieren und dann wieder keines, ist nicht förderlich. Wichtig ist die Regelmäßigkeit, eine gewisse Abwechslung und kleine Herausforderungen ohne sich bis zur Erschöpfung zu verausgaben.

Mehr essen und gleichzeitig abnehmen?

Das geht, denn die Muskulatur ist das größte Stoffwechselorgan, verbraucht also die meiste Energie. Ein gut trainierter Muskel hat selbst im Ruhezustand einen höheren Energiekonsum als ein untrainierter Muskel.

Ein soeben beanspruchter Muskel verbraucht außerdem extra Energie für die Regeneration. Biologisch gesehen ist das sehr sinnvoll, da ein erschöpftes Wesen schnell wieder leistungsfähig gemacht werden muss. Durch den Nachbrenneffekt kann der Grundumsatz nach dem Muskeltraining für über einen Tag auf erhöhtem Niveau bleiben.

Und selbst bei längerer Untätigkeit sinkt der Energiekonsum bei trainierter Muskulatur weniger als bei Untrainierter.

Der Aufbau von Muskeln und das damit verbundene Verbrennen überflüssigen Körperfetts stehen in direktem Zusammenhang mit einem guten Stoffwechsel. Je mehr Muskeln ein Mensch besitzt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit eines optimalen Körperfettanteils.

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